Liebe macht sie Welt heller. Sie ist eins der schönsten und faszinierendsten Gefühle. Tiefer als vieles andere greift sie in Leben ein und schenkt, wenn alles gut geht, den Liebenden Glück, Gemeinsamkeit, Geborgenheit – vielleicht für Stunden, vielleicht für länger. Fünfzehn Erzählungen umkreisen dieses Geheimnis, das jeder Mensch auf ganz eigene Art erlebt.
„Die Nacht vergeht, als wäre die Erde noch im Zustand des Einverstandenseins mit sich“, heißt es in einer der Geschichten. Eine erwiderte Liebe lässt auf Wolken schweben. Aber wie nah Himmel und Hölle in entscheidenden Momenten beieinander liegen können, erleben die beiden Hauptpersonen in einer anderen Geschichte.
Für Menschen, die sich darauf einlassen, warten überall Überraschungen; freundliche Zufälle führen zu unerwarteten Begegnungen. Liebe kann Einsamkeit überwinden helfen, Lebensmut geben und neue Perspektiven eröffnen. Zum Lieben gehören schlaflose Nächte, Liebesnächte, aber auch in Sorge durchwachte Stunden oder zerstörerische Eifersucht.
Das Spektrum ist unerschöpflich: Sehnsucht, Erfüllung, Enttäuschung, Verzweiflung, Treue und Untreue, Glück und Trauer ... Das sind seit jeher Themen im Kopftheater von Liebenden und ebenso in den Erzählungen von „Die Liebe der Anderen.“
Inhalt
Spuren von Sterblichkeit
Die Hochzeitsnacht
Fremdvertraut
Pfingsten
Das Horoskop
Tristan
Zwei Theaterkarten
Morgens früh in Paris
Ohne Stimme
Auf Bewährung
Schrecklich krank und furchtbar glücklich
Indem du wirst, die du bist, wirst du licht
Himmel und Erde
Wir sind Vorübergehende
Die Therapie
Stimmen zum Buch
"Jemanden lieben heißt, ihn zu sehen, wie er gemeint ist." Dieses Zitat von Dostojewski setzt Renale Schoof an den Anfang ihres Buches mit 15 Erzählungen zum Thema Liebe. Sie beleuchtet die unterschiedlichsten Facetten der Liebe und stellt in jeder Erzählung eine andere Art der Liebe oder einen Aspekt derselben in den Mittelpunkt. (…) So unterschiedlich wie das Spektrum der Liebe sind auch die Menschen, die Renale Schoof zu Protagonisten ihrer Kurzgeschichten macht. Alte und junge, erfolgreiche und verzagte, glückliche und trauernde Menschen begegnen dem Lesenden und nehmen ihn mit in ihre jeweils ganz persönliche Liebesgeschichte.
Renale Schoof schreibt literarisch anspruchsvoll in einer verdichteten Sprache, die der komprimierten Handlung der kurzen Geschichten entspricht. Die Texte werden gewiss manchmal polarisieren, aber sie sind nie moralisierend und setzen oft einen Kontrapunkt zur Vorstellung einer gemeinhin "richtigen" Liebesbeziehung.
Lesende, die sich gerne mit kurzen Texten befassen, werden das Büchlein mit Gewinn lesen. (Buchprofile/medienprofile 4 / 2025)
Die Erzählungen laden ein, Fäden weiterzuspinnen, sich tiefer in den Kosmos der handelnden Figuren hineinzuträumen. Und gern würde man einige der atmosphärisch dichten Szenen verfilmt sehen, wobei das eigene innere Kino den Vorteil hat, ganz eigen auf alles schauen zu können.
Es lohnt sich, das Buch mehrmals zu lesen: Zunächst, weil alle Geschichten eine innere Spannung haben und man wissen möchte, wie sie ausgehen. Und dann noch einmal, um nachdenkliche Passagen auszuschöpfen, Zitate wahrzunehmen oder einfach in Bildern zu schwelgen. (Neue Rheinische Zeitung-Online)
