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Mutmach-Geschichten vom Älterwerden, von den Freuden und Herausforderungen, die der Lebensabschnitt 70 plus bereithält. Sie erzählen von Geburtstagen, von einer Diamantenen Hochzeit, von beglückenden Freiräumen, aber auch vom lebensklugen, kreativen Umgang mit dem Alleinleben, mit Veränderungen des Alltags und mit Hilfsbedürftigkeit. Und so unterschiedlich die Leben der Menschen in den Erzählungen bisher verlaufen sind, so verschiedenartig ist auch ihr Umgang mit schönen und schwierigen Ereignissen. Einige der Protagonisten lernen ganz neue Seiten an sich kennen, andere schließen Freundschaft mit ihren Schwächen und erfahren, wie gut es tut, bei sich zu sein. Viele fühlen eine gewisse Dankbarkeit und ein grundsätzliches Vertrauen. Dieses Lebensgefühl kann gespeist sein vom guten Miteinander mit anderen, vom Trost, den die Natur, die Kunst, die Weltliteratur und die Musik oder der Glaube bereithalten. Ein Schatz von Erinnerungen und inneren Bildern bereichert die Begegnung mit Neuem, vermag Trauer um den Tod des Partners zu lindern, zu helfen, eine Krankheit oder auch das Nachlassen der Lebenskraft anzunehmen. Mehrere Erzählungen thematisieren das Zusammenleben im Seniorenheim. Es wird zur Chance, Ängste zu verarbeiten; in Geselligkeit Einsamkeit zu überwinden oder sich einen sehr alten Wunsch zu erfüllen. Mut und Seelenstärke gibt vielen der Protagonisten die Rückschau auf ein unverwechselbares Leben, in dem frohe und schwere Stunden und Tage ihre Spuren hinterlassen haben. Die Lektüre regt an, der Weisheit der eigenen Seele zu folgen und jedes neue Lebensjahr als Geschenk zu empfinden.

Stimmen zum Buch

Einfühlsam erzählt Renate Schoof in „Kirschen zum Frühstück“ vierzehn Geschichten vom Älterwerden und über das Altsein. Die Erzählungen und Kurzgeschichten regen an, sich mit den handelnden Personen in die eigene Vergangenheit zurückzuträumen. Es sind Mutmach-Geschichten auf literarischem Niveau, in denen sich Menschen um die 70, aber auch SeniorInnen, die bereits die 80 überschritten haben, wiederfinden. Prägnante Einblicke in gelebtes Leben spielen in einem Gestern, in dem Begegnungen, Nähe und gemeinsames Erleben selbstverständlich waren. So schenkt die Autorin in einer von menschlicher Nähe geprägten Gegenwart ihren Figuren, und damit den LeserInnen, einen versöhnlichen, fruchtbaren Umgang mit schönen und schweren Erinnerungen. Und das tut gut, nicht nur in Zeiten erzwungener Einsamkeit und allgegenwärtiger Corona-Berichterstattung. Mehrere der Geschichten handeln von Menschen, die allein oder zu zweit gern in ihrer häuslichen Umgebung leben, ihre „Diamantene Hochzeit“ vorbereiten oder sich auf einem „Schulfest“ mit Ehemaligen über längst vergangene, nicht immer einfache Zeiten austauschen. Aber auch in der Gemeinsamkeit des Seniorenstifts lassen sich alte Wünsche erfüllen. „In Gesellschaft schmeckt es besser“, heißt es zum Beispiel, oder im „Haus am Deich“ erhält jemand Hilfestellung bei der Bewältigung eines wiederkehrenden Albtraums. Renate Schoof gelingt es, ihren den Leserinnen und Lesern anvertrauten Personen die Welt etwas heller zu machen. Auf diese Weise regt die Lektüre an, der Weisheit der eigenen Seele zu folgen und jedes neue Lebensjahr als Geschenk zu empfinden, wie es treffend im Vorwort heißt. Es entsteht ein Gefühl von Zuversicht, von einer Art „Gottvertrauen“. Denn es erweist sich, dass das Leben denen, die dafür offen sind, in jedem Alter auch glückliche Fügungen und freundliche Begegnungen bereitet. Und für eine solche Offenheit sensibilisiert die Lektüre; Natürlichkeit, Reife und Unkompliziertheit im Umgang miteinander helfen, zwischenmenschliche Grenzen zu überwinden. Weil in einigen Geschichten Themen des kollektiven Gedächtnisses angesprochen werden, wie zum Beispiel die Sturmflut von 1962 oder Schulerfahrungen in der Nachkriegszeit (u. a. die strikte Trennung von evangelischen und katholischen Kindern in konfessionellen Schulen), eignet sich der Band „Kirschen zum Frühstück“ in besonderem Maße auch zum Vorlesen, zum Wachrufen von Erinnerungen in Erzählkreisen und Schreibgruppen oder zur Anregung, Erlebtes aufzuschreiben, um es für die Nachwelt, für Kinder, Enkel und Urenkel zu bewahren. Renate Schoof sind kluge Geschichten über das Älterwerden gelungen, deren Stärke auch darin liegt, innere Bilder zu erzeugen. Genauigkeit im Ausdruck und eine poetische Sprache, wie von der Autorin gewohnt, erhöhen den Lesegenuss. Vielleicht brauchen wir mehr denn je Geschichten für Alte wie für Junge, um in diesen nicht einfachen Zeiten psychisch gesund zu bleiben. (Neue Rheinische Zeitung-online)
Endlich “in die Freiheit – endlich den Gefühlen freien Lauf lassen“ so beginnt die Erzählung eines Lehrers, der pensioniert wird und große Pläne macht. Während einer langen Straßenbahnfahrt hin zum 85. Geburtstag einer Freundin träumt eine Erzählerin sich zurück zu all den Festen, die sie zusammen gefeiert haben, den Kindergeburtstagen, Hochzeiten, Sommerfesten, und jetzt möchte ihre Freundin „all die Lieben ihres Lebens noch einmal um sich versammeln“. Von Vertrauensbeweisen und Lebensinhalten erzählen Besuche in einem Alten- und Pflegeheim, von der Kurzzeitpflege mit der Planung von einem Wettbewerb mit Kirschkernen, aber auch von „eins mit ich selber sein“, Einsamkeit. Zeit im Überfluss zu haben in der Natur, im Schreiben, in der Literatur, Kunst und Musik zu genießen, sich alte Wünsche zu erfüllen, sich aber auch den Herausforderungen in der Gemeinschaft zu stellen, ist das Credo dieses lesenswerten Buches. Seniorenlotse Bremen
Die ruhig erzählten Geschichten streifen nicht nur wehmütig die Erinnerungen an frühere, glückliche Zeiten. Es geht auch um einen klugen, sensiblen Umgang mit den Veränderungen im Lebensalltag. Neben der Wehmut schwingt Hoffnung mit … Allen Büchereien für die ältere Leserschaft zu empfehlen. (Buchprofile/ Medienprofile. Medienempfehlungen für die Büchereiarbeit)

Inhalt

In die Freiheit
Der 85. Geburtstag
Geburtstagsgefühl
Vertrauensbeweise
Erntedank
Diamantene Hochzeit
Ostergäste
Das Schulfest
Ins Unbekannte
In Gesellschaft schmeckt es besser
Zeit im Überfluss
Haus am Deich
Weihnachtlich
Alte Wünsche