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Mit großen Erwartungen trifft der 19-jährige Stefan in Kanada ein. Berthold, der dort mit anderen Aussteigern in der Wildnis lebt, hatte ihn wiederholt eingeladen, aber jetzt scheint er nicht sehr begeistert zu sein über den Besuch. Stefan träumte von Abenteuern, stattdessen muss er beim Kochen und beim Blockhausbau helfen. Zu allem Überfluss wird das Zusammenleben mit dem egoistischen Berthold immer schwieriger und Stefan beschließt, die Wildnis auf eigene Faust zu erkunden. Er baut sich ein Floß, verlässt das Camp und trifft in einer ausweglosen Situation den Indianer Red Jack, der einem Geheimnis auf der Spur ist.

Pressestimmen

"Es ist nicht leicht, eine plausible Abenteuergeschichte für Jugendliche zu schreiben, die in Kanada spielt und nicht in Klischees erstickt. Wolfgang Bittner ist es gelungen, die Geschichte des 19-jährigen Stefan, der nach Kanada reist, so zu erzählen, dass Spannung und Abenteuer eine große Rolle spielen, ohne dass man die Wirklichkeit Kanadas aus den Augen verliert. Eine Wirklichkeit, die komplizierter ist und schwerer zu erobern, als die übliche Natur-, Jagd- und Holzfällerromantik es glauben machen will; die gerade, weil sie mit solchen Klischees nicht übereinstimmt, schön und interessant ist." (Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt)

"Einfühlsam und spannend erzählt Wolfgang Bittner einen Jugendtraum – oder besser gesagt: den Jugendtraum schlechthin – ohne im geringsten den faden Beigeschmack von trivialer Männerfreiheit und Indianerromantik zu erzeugen." (Göttinger Tageblatt)


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Leseprobe I

Sie standen auf dem Anleger aus schwimmenden Baumstämmen und darüber genagelten Brettern, neben dem ein Kanu auf dem Wasser schaukelte. Das Flugzeug zog jetzt eine weite Schleife über dem See, kam donnernd wieder auf sie zu und verschwand kurz darauf hinter den Wipfeln der Bäume in dem lang gestreckten Tal hinter dem Blockhaus. Allmählich verebbte das Motorengeräusch in der Ferne.

Die anderen standen vor der Tür und blickten ihnen neugierig entgegen. "Das ist Stefan", stellte Berthold ihn vor. "Er will einige Zeit hier bleiben und uns bei der Arbeit helfen." Während Stefan herumging, Hände schüttelte und Namen hörte, überlegte er, was Berthold damit gemeint haben mochte: "...und uns bei der Arbeit helfen."

Harry, Maurice, Gordon, Linda, Manfred und Struppi. Die Gesichter konnte er kaum auseinander halten, sie waren bärtig, bis auf das von Linda natürlich, die hatte rote Backen und lange braune Locken. Die beiden Hunde, ein hübscher schwarz-weißer Husky und eine dunkelgraue Malamute, hießen Nanook und Sitka.

Leseprobe II

"Ich will dir eine Geschichte erzählen", sagte der Graue Bär. – "Es ist lange her, mehrere Generationen sind schon wieder vergangen, da lebte unser Volk in diesen Wäldern und bewohnte diesen Teil der Erde, den wir lieben. Unsere Dörfer waren stattlich, das Wild kam im Herbst an die Flüsse und Seen, wir litten keine Not. Aber eines Tages erschienen weiße Männer in diesen Wäldern. Sie jagten das Wild und aßen nur wenig davon, der Rest verfaulte. Sie fingen die Pelztiere, aber nicht, um Kleidung oder Decken aus den Pelzen anzufertigen, sondern um sie zu verkaufen. Sie begannen schließlich nach Gold zu suchen und gaben uns billigen Plunder oder Schnaps für geräuchertes Fleisch, für unsere Felle und Pelze.

Da wurde Gold auch in der Nähe unserer Dörfer gefunden. Fast über Nacht kamen Tausende von weißen Männern – unsere Leute hatten nie gedacht, dass es so viele geben könnte. Sie bauten eine Stadt aus Holz, rodeten den Wald und wühlten in der Erde, schlimmer als die Schweine..."