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Wolfgang Bittner beschreitet in seinen Gedichten den schmalen Grat zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit, zwischen Emotion und Intellekt, Euphorie und Schwermut, Sehnsucht und Erfüllung, Triumph und Trauer, Fülle und Mangel … In dünner Luft besteht ebenso die Gefahr des Abstürzens wie die Chance, Überblick zu gewinnen und den Gesichtskreis zu weiten.

Pressestimmen

„Wolfgang Bittners Gedichte sind angenehm unaufgeregte, präzise Betrachtungen der kleinen und großen, der bedeutenden und unbedeutenden Dinge unserer Welt. Lässig-lakonische Verse in Dur und Moll, im steten Bemühn, den geneigten Rezipienten im Klaren zu lassen. Sprachlich meisterhaft.“ (WDR5-Literaturmagazin)
„Der schmale Grat handelt von der Grenze zwischen den Hauptländern der Poesie, hier den kalten Gefilden des Intellekts, der prüft, rechnet, verwirft, dort den Regionen, wo heißen Herzens Gefühle erforscht, Leidenschaften entdeckt, Gedanken beseelt werden … Bittners Gratwanderung gelingt in ruhigen Rhythmen und meist klaren Worten …“ (Buchprofile/ Medienprofile 1/2011)
„… das Ergebnis (das Gedicht) wirkt nicht zufällig, sondern sinnvoll allein schon durch seine Natürlichkeit. Anders gesagt: Die Gedichte wirken natürlich, weil man ihnen die Kunstanstrengung nicht anmerkt … Sie sind bemerkenswert in ihrer Machart und in ihren Themen.“ (Südkurier)
„Wolfgang Bittner ist auf vielen Feldern ein versierter Autor … In seinem jüngsten Gedichtband findet er feine Zeilen über das Reisen und die Liebe.“ (Hessische/ Niedersächsische Allgemeine)
„Wolfgang Bittner ist in der Lage Empfindungen und Stimmungen zu vermitteln, man kann viele seiner Texte geradezu genießen. Zu bewundern ist das Sprachgefühl des Autors, seine Konzentration auf das Wesentliche.“ (www.amazon.de, 11.11.2010)
„Was vor allem für diese Gedichte einnimmt, ist die sprachliche Genauigkeit Bittners, der nirgends schwatzhaft ist. Er stellt seine Gedanken konzentriert in fassbaren Bildern vor. Und er produziert nirgends Kunst um der Kunst willen.“ (Göttinger Tageblatt)

Leseprobe

Nocturne


Trifft mich die Traurigkeit
unversehens wie ein Stein,
zieht mich zusammen,
der Tag wie Watte, verfilzt.

Die Erde kalt,
der Himmel hängt,
lastend die Schwerkraft
und die Materie drückt.

Die Toten sprechen,
ja, ganz deutlich.
Wüsste ich doch noch,
was sie sagten.

Dann im Radio Frédéric Chopin,
Nocturne Nr. 19 e-Moll
und draußen
diese goldenen Rapsfelder.

 

Artemis


Als wir kamen, blühten
violett die Distelfelder,
der Wind hatte sich gelegt
und das Meer spiegelte
den unendlichen Himmel.
Staubig die Ziegenpfade
ins Gebirge,
wo Wildschweine hausten
und sogar Bären;
die Luft geschwängert vom Duft
des wilden Thymians.
Wir pflückten die reifen Feigen
in den Mund, die Orangen,
den köstlichen Wein.
So lebten wir zeitlos.
Als wir gingen, streuten
die Disteln ihre Samen
über die verwunschene Erde.

 

Heimisch


Nun pflanzen wir
unseren Holler und den Rosmarin
in dem kleinen Gärtchen – 
Seele vergiss nicht.
Schon frühmorgens besuchen uns
Amsel und Meisen – 
Seele vergiss nicht,
während sich die Spitzmaus
nach der Inspektion ihres Reviers
im Loch unter dem Rosenstock – 
Seele vergiss nicht,
zur Ruhe begibt.
Und wir und wir und wir
pfeifen uns eins,
eh wir verblühn.