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Auf Reisen, wie auch im politischen Geschehen, hat Wolfgang Bittner den Blick fürs Wesentliche. »Was aber ist das Wesentliche?«, fragt er in einem seiner Gedichte. Faszinierend seine überraschenden Wendungen und eine lyrische Empfindsamkeit, die ihresgleichen sucht.
Ein Teil der Texte ist während Aufenthalten in Griechenland auf der Insel Rhodos und in Kroatien auf der dalmatinischen Insel Hvar entstanden.

Medienecho

„Ob Naturstudie, philosophischer Diskurs, Reiseskizze, politisches Statement, private Betrachtung, Wolfgang Bittner zeigt in seinen Gedichten einen weiten Horizont … Es ist die ungebremste Leidenschaft für das Leben, die diese Lyrik auszeichnet. Verfasst von einem kosmopolitischen, unerbittlichen Menschenfreund. Wolfgang Bittners Gedichte sollte man kennen. Sie kommen leicht daher, hinterlassen aber schwere Wirkung. (WDR 5)
„Seine Sprache ist meisterhaft, sein humaner Ansatz imponierend.“ (Neue Rheinische Zeitung)
„… wohltemperiert, mit souveränem Überblick und großer stilistischer Sicherheit.“ (Hessische/Niedersächsische Allgemeine)
„Die Gedichte haben eine Tiefe, die in der gegenwärtigen Lyrik selten ist.“ (Amazon)
„So umspannen diese Texte Erinnerungen an glückliche Tage bis zu einer bedrohten Gegenwart … Nachdrücklich empfohlen, auch als Spiegelbild eigener Erfahrungen liest man diese eingängige Lyrik.“ (Der Evangelische Buchberater)
„In seinen Gedichten scheint auf, was von hoch sensiblen Rezeptoren aufgespürt und verarbeitet wurde.“ (www.nachdenkseiten.de)

Leseprobe

Sommerfarben


Schau nur,
das grüne Grün!
Das grüne Grün des Grases,
der Bäume und Sträucher,
dieses leuchtende Grün!
Dahinter das Rot,
das rote Rot der Ziegeldächer!
Und das gelbe Gelb der Kornfelder!
Darüber dieses blaue Blau,
das blaue Blau des Himmels!
Schau nur, schau nur!
Himmlisch,
dieses sagenhafte Blau.

Zikaden


Die Zikaden singen die ganze Nacht,
du liegst wach
und die Gedanken kommen und gehen.
Die Zikaden singen vor deinem Fenster,
du liegst wach
und die Gedanken kommen und gehen.
Sie singen vor deinem Fenster,
wehre dich nicht,
sie singen in den Pinien der Nacht,
wehre dich nicht.
Empfinde die Schönheit ihres Gesangs,
wehre dich nicht,
du schläfst einen traumlosen Traum.

Flüchtlinge


Krähenschwärme kommen von Osten,
wo Krieg herrscht.
Wie eine schwarze Wolke,
aber laut schreiend,
ziehen sie abends über die Stadt,
verdunkeln die letzte Helligkeit,
nächtigen in den Bäumen der Parks.

Niemand fragt: Warum?
Krieg heißt es,
irgendwo Krieg dort.
Mehr nicht. Als wäre
der Krieg vom Himmel gefallen.


Vom Leben


Was hattest du erwartet?
Gesundheit, Erfolg, Reichtum?
Vielleicht Zuneigung oder sogar Liebe?
Das hattest du dir so gedacht
oder wenigstens erhofft.

Aber die Wege führen ins Unbestimmte,
manche direkt ins Unglück,
pass auf was du sagst, was du tust,
achte auf die Windrose.

Du musst dich arrangieren,
lerne es beizeiten!
Wer mit dem Strom schwimmt
spart seine Kräfte.

Dennoch hast du es nicht in der Hand:
Denk an Hiroshima, an Auschwitz,
denk an Tschernobyl, an Fukushima;
manchmal bebt die Erde
oder es schlagen Raketen ein,
womöglich Meteoriten aus dem fernen Blau,
groß wie ein Fußballfeld.

Mag sein, du hast ein bisschen Glück
und die Freude kehrt ein
für Stunden, für Tage, für Monate,
niemals für immer.

Denn so ist das Leben,
schau nur genau hin:
Die Gesetzgeber morden,
die Polizei ist kriminell,
die Beamen sind korrupt,
die Richter lügen.

Du weißt gar nichts,
du lebst auf dünner Scholle,
die Menschen sind wie ein Wind.
Was hattest du denn erwartet?